20 / 21.11.06 | 20 Jahre Ottawa-Charta

Auslauf- oder Zukunftsmodell Gesundheitsförderung? 20 Jahre Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung

Gesundheitsförderung war lange Zeit das Feld weniger Engagierter in Wissenschaft und Praxis, müde belächelt von den Akteuren der Gesundheitsversorgung. Mit der Wiedereinführung der Gesundheitsförderung in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung und einer rapiden Veränderung des Krankheitsspektrums in unserer Gesellschaft ist die Notwendigkeit von mehr Prävention und Gesundheitsförderung mittlerweile gesundheitspolitisch unumstritten.

Im November 1986 wurde die Ottawa-Charta verabschiedet, die zum Leitdokument der Gesundheitsförderung in der ganzen Welt wurde. Der Kongress versucht u. a. eine Bestandsaufnahme der bislang durchgeführten gesundheitsförderlichen Konzepte. Weitere Ziele der Tagung sind eine kritische Analyse der bisherigen Entwicklungen sowie die Erarbeitung von Anforderungen an zukünftige Vorhaben der Gesundheitsförderung.

Unter dem Blickwinkel der fünf Aspekte
1. Schaffen von Win-Win-Situationen,
2. Messbarkeit,
3. Erreichbarkeit,
4. Geschlechtergerechtigkeit sowie
5. Qualifizierung und Professionalisierung

treten Vertreter und Vertreterinnen aus Wissenschaft, Versorgungspraxis und Politik in einen Dialog. Unter der Fragestellung zu Potenzialen von Gesundheitsförderung erfolgt eine Formulierung von Vorschlägen und Lösungsansätzen zu ihrer zukünftigen Optimierung.

Zielgruppen der Tagung
Fachleute aus Wissenschaft, Gesundheitsförderungs- und Gesundheitsversorgungspraxis, Initiativen und Politik.

TAGUNGSPROGRAMM 20.11.2006:

11.30–13.00 Uhr
Anmeldung /Coming Together

13.00–13.20 Uhr
Begrüßung durch die Veranstalter
Prof. Dr. Ulla Walter, Thomas Altgeld

13.20–13.40 Uhr
Grußwort
Dr. Jürgen Peter, Vorstand AOK – Die Gesundheitskasse für Niedersachsen

13.40–15.30 Uhr
Eingangsreferate
Konzepte der Gesundheitsförderung: Was hat sich bewährt, was ist/bleibt problematisch? [68 KB]
Prof. Dr. rer. pol. Rolf Rosenbrock, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung GmbH

Gesundheitsfördernde Gesamtpolitik [602 KB]
Prof. Dr. med. Friedrich Wilhelm Schwartz, Medizinische Hochschule Hannover, Abteilung Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung

15.30–16.00 Uhr
Kaffeepause

Im Anschluss an die Workshops (ab 19.00 Uhr) Abendessen und Abendprogramm

Parallele Workshops:

1. Gesundheitsförderung attraktiv machen:
Schaffen von Win-Win-Situationen
 
2. Gesundheitsförderung messen:
Messbarkeit von Prozessen und Ergebnissen
 
3. Gesundheitsförderung adressieren:
Zielgruppen ansprechen und erreichen
 
4. Gesundheitsförderung geschlechtssensibel gestalten – Herausforderungen an die Konzeption und Umsetzung   5. Gesundheitsförderung professionalisieren:
Anforderungen an Ausbildung und Qualifizierung
 
Gesundheit – ein erfolgreicher Einstieg in Neuorganisation von Schule
Hermann Städtler
Fridtjof-Nansen-Schule, Hannover  
Evaluation der GKV-Aktivitäten zur Gesundheitsförderung [1.344 KB]
Dipl.-Psych. Thomas Kliche
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie  
Deutscher Präventionspreisträger 2006 [919 KB]
Mirjam Hartmann
Familienprojekt Adebar  
Geschlechtergerechte Gesundheitsförderung und Prävention
Prof. Dr. Petra Kolip
Universität Bremen  
Neue Studiengänge im Gesundheitsbereich
Georg Reschauer, MA
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  
Vernetzung von Akteuren und Präventionsbereichen [723 KB]
Thomas Altgeld
Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen e. V.  
Gesund leben lernen – Erfolge der
Settingarbeit messbar machen
Klaus Riemann
GESOMED – Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Forschung in der Medizin mbH, Freiburg  
Gesundheitliche Chancengleichheit – Models of good practice [388 KB]
Frank Lehmann
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln  
›Is(s) was, Mann‹ [984 KB]
Christiane Deneke
Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg  
Gesundheitsförderung professionalisieren: Welche Kompetenzen erwerben Studierende? [88 KB]
Prof. Dr. Beate Blättner, Fachbereich Pflege und Gesundheit, Hochschule Fulda  
Gesundheitsförderung in Klein- und Mittelbetrieben: NAGU-Projekt ›Autohäuser / Zulieferbetriebe‹ [336 KB]
Herbert Pfaus
AOK – Die Gesundheitskasse für Niedersachsen  
Betriebliches Gesundheitsmangement messen
Dr. Harald Gündel,
Medizinische Hochschule Hannover  
Gesundheitsförderung bei und mit Migrantinnen und Migranten [81 KB]
Frau Prof. Dr. Ulla Walter / Ute Gerken
Medizinische Hochschule Hannover  
Gender Mainstreaming in der Gesundheitsberichterstattung des Bundes [618 KB]
Cornelia Lange,
Robert Koch-Institut  
Qualitätszirkel in Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung
Dr. Ottomar Bahrs
Georg-August-Universität, Göttingen  
Zusammenfassung Workshop 1  Zusammenfassung Workshop 2 [23 KB]   Zusammenfassung Workshop 3 [24 KB]   Zusammenfassung Workshop 4  Zusammenfassung Workshop 5 [24 KB]  

TAGUNGSPROGRAMM 21.11.2006:

9.00 Uhr
Fortsetzung der Workshops

10.00 Uhr
Ergebnisvorstellung der Workshops

11.00 Uhr
Kaffeepause

11.30 Uhr
Evidenzbasierung in der Gesundheitsförderung [498 KB]
Dr. Suzanne Jackson, Universität Toronto

Gesundheitsförderung in Deutschland – Aktuelle Herausforderungen und Perspektiven [149 KB]
Dr. Elisabeth Pott, BZgA

12.30 Uhr
Podiumsdiskussion
Gesundheitsförderung in Forschung und Praxis verankern – Wie geht es weiter?

Moderation:

Prof. Dr. Ulla Walter, Thomas Altgeld
Teilnehmende:
- Dr. Christiane Perschke-Hartmann, AOK –Die Gesundheitskasse für Niedersachsen
- Karin Knufmann-Happe, Abteilungsleiterin Bundesministerium für Gesundheit (Angefragt)
- Dr. Gabriele Hausdorf, Bundesministerium für Forschung und Technologie (Angefragt)
- Prof. Dr.Dr. Peter Scriba, Universität München

14.00 Uhr
Ende der Tagung / Mittagessen

ORGANISATIONSHINWEISE:

Tagungsort
Hannover Congress Centrum
Theodor-Heuss-Platz 1–3, 30175 Hannover
Tel. 05 11 81 13-0
Internet: www.hcc.de/de/meta/anreise

Anreise
Ab Hannover-Hbf mit der Buslinie 128 Richtung Peiner Strasse oder Linie 134 Richtung Bus-Depot Süd direkt bis zum Hannover Congress Centrum. Zeitdauer: 10 Minuten. Den Fahrschein können Sie beim Fahrer lösen. Ab Flughafen Hannover-Langenhagen mit der S-Bahn S5 zum Hauptbahnhof. Ab dort weiter mit der Buslinie 128 Richtung Peiner Strasse oder Linie 134 Richtung Bus-Depot Süd direkt bis zum Hannover Congress Centrum. Zeitdauer: ca. 35 Minuten. Den Fahrschein lösen Sie bitte an den aufgestellten Automaten mit passendem Kleingeld. Wichtig: Die Stadtbahn Haltestelle Stadthalle/ HCC ist nicht barrierefrei. Barrierefrei ist die Haltestelle Zoo.

Teilnahmegebühren (inklusive Verpflegung)
60 Euro (ermäßigt: 35 Euro) für beide Veranstaltungstage, 40 Euro für einen Veranstaltungstag.

Teilnahmebedingungen
Die Anmeldung nehmen wir nur schriftlich entgegen. Sie erfolgt unter Anerkennung der Teilnahmebedingungen und ist verbindlich. Damit wird die Teilnahmegebühr fällig. Eine Anmeldebestätigung erfolgt nicht. Bei Absagen bis 14 Tage vor der Veranstaltung werden 50 % der Teilnahmegebühren zurückerstattet, bei späteren Absagen ist keine Rückerstattung möglich.

Bankverbindung
Bitte überweisen Sie den Teilnahmebetrag unter Angabe Ihres Namens und des Stichwortes ›20./21. November‹ auf das Konto der Landesvereinigung bei der Bank für Sozialwirtschaft
Kto-Nr.: 8404000, BLZ 251 205 10

Organisation
Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen e. V.
Fenskeweg 2, 30165 Hannover
Tel.: 05 11 3 50 00 52, Fax: 05 11 3 50 55 95
E-Mail: info@gesundheit-nds.de

sowie Stiftungslehrstuhl Prävention und Rehabilitation in der System- und Versorgungsforschung, Medizinische Hochschule Hannover,
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, AOK – Die Gesundheitskasse für Niedersachsen, Techniker Krankenkasse, Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention