16.02.05 | Frauengerechte Gesundheitsversorgung

18. Netzwerktagung in Oldenburg am 16. Februar 2005

Zu viele Hormone... zu häufig psychotrope Medikamente... Fehlmedikationen in Altenheimen:
Was macht eine frauengerechte Gesundheitsversorgung aus?

Weitaus mehr Frauen als Männer werden mit psychotropen Medikamenten behandelt. Mindestens 1/3 der Verschreibung erfolgt nicht zur Behandlung akuter medizinischer Probleme und birgt ein erhebliches Abhängikeitspotential.

Hormonpräparate sind das häufigste verordnete Arzneimittel für frauen in der Altersgruppe 50-59 Jahre. Die Verordnungszahlen in den letzten 20 Jahren haben sich verzehnfacht. Frauen in Alteneinrichtungen erhalten deutlich mehr Medikamente als Männer.

Dies läßt sich auf eine Unter-, Über- oder Fehlversorgung im medizinischen Versorgungssystem schließen, der wir etwas entgegensetzen müssen. Im Rahmen der 18. Netzwerktagung wollen wir uns am Beispiel der Themenkomplexe

Hormone in den Wechseljahren
Unterschiede bei der Verschreibung von Arzneimitteln und
Medikamentengabe an ältere Menschen in Altenheimen

mit aktuellen Untersuchungsergebnissen beschäftigen und mögliche Ursachen erörtern sowie geeignete Handlungsoptionen und Strategien für eine freuengerechte Gesundheitsversorgung in diesem Bereich diskutieren.

PROGRAMM:

10.00 Uhr | Anmeldung und Begrüßungskaffee

10.30 Uhr | Begrüßung durch die Stadt Oldenburg
Germaid Eilers-Dörffler, 2. Bürgermeisterin

Einführung ins Thema
Ursula Jeß, Niedersächsisches Ministerium für Soziales,Frauen, Familie und Gesundheit

10.45 Uhr | Hatte Rosa Luxemburg eine Pillendose?
N.N. Medizinhistorikerin

11.30 Uhr | Eine Pille für jede Beschwerde - Strategien für ein frauengerechtes Verschreibungsverhalten
Prof. Dr. Gerd Glaeske, Universität Bremen

12.15 Uhr | Mittagspause

13.15 Uhr | Wechseljahre - was nun? Beschwerden - was tun?
Dr. Frauke Gerhardt, niedergelassene Gynäkologin

14.00 Uhr | Ruhig gestellt im Alter - Fehlmedikation in Altenheimen
Torsten Wessel, Amtsapotheker

14.45 Uhr | Pause

15.00 Uhr | Gegenstrategien zum Medikamentenwahn
- Podiumsdiskussion
N.N., Psychotherapeutenkammer Nds.
Rita Götze, Frauengesundheitszentrum Göttingen
Heike Peters, Universität Bremen, Projekt BKK--Arzneimittelberatung
Dr. Mark Barjenbruch, Kassenärztliche Vereinigung (angefragt
)

16.30 Uhr | Ende der Veranstaltung