03.03.05 | Privatisierung öftl. Dienstleistungen

Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen: Risiken oder neue Chancen?
In Zeiten knapper öffentlicher Kassen gelten Privatisierungen als bevorzugter Weg, finanzielle Probleme in überschaubarem Rahmen zu halten. Auch im Dienstleistungssektor nehmen Privatisierungsprozesse zu. Mit dem Allgemeinen Abkommen zum Handel mit Dienstleistungen GATS (General Agreement on Trade in Services) oder der Bolkestein-Direktive wird auf eine Liberalisierung aller Dienstleistungen und ihrer Märkte abgezielt.

Neben einem notwendigen ethischen Diskurs will die Tagung die Auswirkungen dieses Phänomens auf die Gesundheit der Menschen, auf soziale Aspekte und auf die Geschlechter beleuchten.

Wie wird sich die Krankenhausversorgung verändern, wenn Krankenhäuser privatisiert werden? Wie bereiten sich Akteure der sozialen Arbeit auf die Privatisierung vor? Was kann getan werden, damit bestehende Qualitätsstandards und ethische Werte nicht verloren gehen?

Diesen Fragen soll nachgegangen werden.

Die Tagung richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit sowie an Fachpersonal aus dem Gesundheits-, Bildungs-, Sozial- und Politikbereich.

Sie ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen der Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen e.V., der Stiftung Leben und Umwelt, medico international, verdi (angefragt) und der Landesarmutskonferenz (angefragt).

Moderation:
Renate Steinhoff, Stiftung Leben & Umwelt
Dr. Antje Richter, Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen e.V.

PROGRAMM:

10.00 Uhr
Tagungsbeginn mit Kaffee

Begrüßung
Klaus Labuhn, Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen e.V.
verdi (angefragt)

Mit GATS & Co rund um die Welt
Jutta Sundermann, medico international/attac

Gesundheit - eine Ware wie jede andere? Das Steuerungsprofil des Marktes und Solidarität
Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach, Hochschule
St. Georgen, Frankfurt/M.

12.30 Uhr
Mittagspause

13.30 - 15.00 Uhr
Diskussionsrunden

Thema 1: Privatisierung ist nicht geschlechtsneutral
Ilona Plattner, attac Frauennetz

Thema 2: GATS und Wohlfahrt – Anpassung oder Aufbegehren?
ASB oder Diakonisches Werk (angefragt)

Thema 3: Und nun - was tun?
Christina Deckwirt, weed

Thema 4: Soziale Umbrüche in einer privatisierten Welt
Ute Brutzki, verdi (angefragt)

Thema 5: Schadet Privatisierung Ihrer Gesundheit?
Friedo Weh, Personalrat Klinikum Hannover

Kaffeepause

15.10 Uhr

Privatisierung - Risiken und (Neben-) Wirkungen Podiumsdiskussion
Dr. Inge Wolff, Leitung der Eigenbetriebe Krankenhäuser des Landkreises Deggendorf
Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Universität Köln
Erwin Jordan, Sozialdezernent, Region Hannover
Jutta Sundermann, attac
Ute Brutzki, verdi (angefragt)

17.00 Uhr
Ende der Veranstaltung