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Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen: Risiken oder neue Chancen? In Zeiten knapper öffentlicher Kassen gelten Privatisierungen als bevorzugter Weg, finanzielle Probleme in überschaubarem Rahmen zu halten. Auch im Dienstleistungssektor nehmen Privatisierungsprozesse zu. Mit dem Allgemeinen Abkommen zum Handel mit Dienstleistungen GATS (General Agreement on Trade in Services) oder der Bolkestein-Direktive wird auf eine Liberalisierung aller Dienstleistungen und ihrer Märkte abgezielt.
Neben einem notwendigen ethischen Diskurs will die Tagung die Auswirkungen dieses Phänomens auf die Gesundheit der Menschen, auf soziale Aspekte und auf die Geschlechter beleuchten.
Wie wird sich die Krankenhausversorgung verändern, wenn Krankenhäuser privatisiert werden? Wie bereiten sich Akteure der sozialen Arbeit auf die Privatisierung vor? Was kann getan werden, damit bestehende Qualitätsstandards und ethische Werte nicht verloren gehen?
Diesen Fragen soll nachgegangen werden.
Die Tagung richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit sowie an Fachpersonal aus dem Gesundheits-, Bildungs-, Sozial- und Politikbereich.
Sie ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen der Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen e.V., der Stiftung Leben und Umwelt, medico international, verdi (angefragt) und der Landesarmutskonferenz (angefragt).
Moderation: Renate Steinhoff, Stiftung Leben & Umwelt Dr. Antje Richter, Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen e.V.
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10.00 Uhr Tagungsbeginn mit Kaffee
Begrüßung Klaus Labuhn, Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen e.V. verdi (angefragt)
Mit GATS & Co rund um die Welt Jutta Sundermann, medico international/attac
Gesundheit - eine Ware wie jede andere? Das Steuerungsprofil des Marktes und Solidarität Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach, Hochschule St. Georgen, Frankfurt/M.
12.30 Uhr Mittagspause
13.30 - 15.00 Uhr Diskussionsrunden
Thema 1: Privatisierung ist nicht geschlechtsneutral Ilona Plattner, attac Frauennetz
Thema 2: GATS und Wohlfahrt – Anpassung oder Aufbegehren? ASB oder Diakonisches Werk (angefragt)
Thema 3: Und nun - was tun? Christina Deckwirt, weed
Thema 4: Soziale Umbrüche in einer privatisierten Welt Ute Brutzki, verdi (angefragt)
Thema 5: Schadet Privatisierung Ihrer Gesundheit? Friedo Weh, Personalrat Klinikum Hannover
Kaffeepause
15.10 Uhr Privatisierung - Risiken und (Neben-) Wirkungen Podiumsdiskussion Dr. Inge Wolff, Leitung der Eigenbetriebe Krankenhäuser des Landkreises Deggendorf Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Universität Köln Erwin Jordan, Sozialdezernent, Region Hannover Jutta Sundermann, attac Ute Brutzki, verdi (angefragt)
17.00 Uhr Ende der Veranstaltung
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