30.06.08 | Mädchen und junge Frauen [...]

Mädchen und junge Frauen – ihre Lebenswelten – ihre Gesundheit

Die Mädchenrolle ist im Wandel begriffen. Mädchen drücken sich in vielen Bereichen ihres Lebens 'neu' aus. Wir haben es mit einer neuen Mädchengeneration zu tun, die selbstbewusst und manchmal auch widersprüchlich 'ihren' Weg sucht. Dabei nehmen Mädchen häufiger Haltungen ein und eignen sich Verhaltensweisen an, die eher Jungen zugeschrieben werden, wie z.B. Dominanzverhalten und Aggressivität. Diese Veränderungen spiegeln sich auch im gesundheitlichen Bereich: Immer mehr Mädchen rauchen und trinken exzessiv. (viele) Mädchen versuchen einem von außen bestimmten Schönheitsideal zu entsprechen oder haben wenig Bezug zum eigenen Körper. Den Zusammenhang zwischen einem veränderten Geschlechtsrollenverständnis und der Gesundheit wollen wir beleuchten.

Mädchen und junge Frauen werden zunehmend als Patientinnen entdeckt - von der Pharmaindustrie und von den Anbietern im Gesundheitswesen. Wir gehen der dahinter stehenden Frage nach: Wie werden Mädchen und junge Frauen zu Patientinnen gemacht?

Zugleich gilt es, die Ressourcen von Mädchen und jungen Frauen sichtbar zu machen. Welche Kompetenzen haben sie im Umgang mit der eigenen Gesundheit und welche Unterstützungsmöglichkeiten und -systeme gibt es?Die Tagung wird vom Netzwerk Frauen/Mädchen und Gesundheit Niedersachsen organisiert. Das Netzwerk wird getragen von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V., dem Niedersächsischen Sozialministerium und dem pro familia Landesverband Niedersachsen e.V.

TAGUNGSPROGRAMM:

 
10.00 Uhr :: Begrüßung
Christiane Deneke, Vorsitzende der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.

10.15 Uhr :: Mädchen und junge Frauen – ihr Leben – ihre Gesundheit [7.425 KB]
Dr. Claudia Wallner, Expertin für Mädchenarbeit und Mädchenpolitik, Münster

11.15 Uhr :: Kaffeepause

11.30 Uhr :: Forum I: Leibhaftige Mädchen
Neues Rollenbild – neue Bewältigungsstrategien? Essstörungen, Schönheitsoperationen, Rauschtrinken, Drogenkonsum, Selbstinszenierungen
Sibylle Walter, Tübinger Institut für frauenpolitische Sozialforschung (TIFS)
Carola Bau, Jugend- und Suchtberatungs-zentrum Drobs Hannover
Sabine Timme, Amanda, Hannover
Moderation: Ilse Hilliger, Therapeutische Frauenberatung Göttingen

13.00 Uhr :: Mittagessen

14.00 Uhr :: Forum II: Immer jünger in die Sprechstunde? Wie Mädchen und junge Frauen zu Patientinnen gemacht werden
Corinna Schach, Institut für Public Health und Pflegeforschung, Universität Bremen
Barbara Ernst, pro familia Beratungsstelle Göttingen
Moderation: Dr. Ute Sonntag, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.

14.45 Uhr :: Kompetenz erwerben: Mädchen und junge Frauen im Gesundheitswesen – eine EU-Studie [644 KB]
Dr. Birgit Babitsch, Charité, Berlin

15.45 Uhr :: Forum III: Wege zu mehr gesundheitlicher Selbstbestimmung
Welche Rolle spielen peers, die Schule, das Internet, Mütter?
Stadtteilprojekt Linden: Annette Zampolin, Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen e.V. (VSE), Hannover
Bereich peer education: Inge Thömmes, pro familia Beratungsstelle Bielefeld
Moderation: Karen Benda, Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenpolitik Niedersachsen

16.45 Uhr :: Ende