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Neue Herausforderungen für Armutsprävention und Gesundheitsförderung
Im Fokus der deutschen Auftaktveranstaltung im europäischen Projekt „INCLUSage Debating older people’s needs“ in Hannover steht eine Auseinandersetzung mit dem Thema „Armut, Alter und Gesundheit“. Dieser Diskurs findet bisher in Deutschland weder in der Wissenschaft noch in der Politik statt. Es finden sich eher eindimensionale Konzepte und sozialstatusneutrale Betrachtungsweisen, die jedoch unzureichend sind, wenn es um die Bedürfnisse von Armut betroffener Älterer geht.
Mit der Veranstaltung wollen wir zur Entwicklung neuer Strukturen und Konzepte im Kontext des europäischen Politikprozesses zur sozialen Eingliederung beitragen. Das Thema Gesundheit hat dabei einen hohen Stellenwert und der Erhalt von Autonomie und Unabhängigkeit älterer Menschen wird als zentrale Voraussetzung anerkannt. Wir setzen auf Strategien, die nur auf der Mikroebene von Stadtteilen und Nachbarschaften und im Diskurs mit den Betroffenen selbst umgesetzt werden können.
Nach einführenden Beiträgen und der Vorstellung eines „Toolkits“ zur Arbeit mit Älteren, wird es in den Workshops um die Entwicklung von Vorschlägen zum Umgang mit der zu erwartenden Altersarmut und ihren Folgen auf lokaler und regionaler Ebene gehen. Übergreifendes Thema ist die Frage der Beteiligung Älterer in diesem Prozess. Das zweijährige europäische Projekt INCLUSage wird mit AGE (Europäische Plattform älterer Menschen) und Partnern in 7 Ländern durchgeführt. Es möchte auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene eine partizipatorische Debatte über die mehrdimensionalen Aspekte von Armut und sozialer Ausgrenzung im Alter initiieren.
Partner der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. in Deutschland sind neben der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) und dem Landesseniorenbeirat Mecklenburg-Vorpommern e.V. auch der bundesweite Kooperationsverbund „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ und die Landesvereinigung für Gesundheit Bremen e.V. Das Projekt wird mit Mitteln des europäischen Aktionsprogramms für Beschäftigung und Soziale Solidarität - PROGRESS finanziert.
Komplette Dokumentation der Veranstaltung als PDF-Dokument [2.212 KB]
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10:00 Uhr :: Begrüßung Dr. Gabriele Windus, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit Ruth Brand, BAGSO
10.15 Uhr :: Mobilisation - Partizipation?! Wie Brüssel die Teilhabebenachteiligter älterer Menschen fördert [629 KB]
Prof. Dr. Jürgen Boeckh, FH Braunschweig-Wolfenbüttel
10:45 Uhr :: Soziale Ungleichheit Älterer und Pflege [168 KB]
PhD. Dr. Andreas Büscher, Universität Bielefeld
11.15 Uhr :: Diskussion
12:00 Uhr :: Potentiale der Gesundheitsförderung bei Älteren Dr. Gabriele Windus, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit
12.15 Uhr :: Workshop-Tool-Kit zur Beteiligung sozial benachteiligter Älterer Manuel Pinto, „Le Petits Frères des Pauvres“, AGE, Marseille
12:45 Uhr :: Diskussion
13:00 Uhr :: Mittagspause
14.00 Uhr :: Arbeit und Gesundheitsförderung gegen Altersarmut? [162 KB]
Prof. Christiane Deneke, Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg
14:15 Uhr :: Workshops zur Partizipation sozial benachteiligter Älterer 1. Arbeit und Gesundheitsförderung gegen Altersarmut 2. Wohnen, Wohnumfeld und Gesundheit – Anforderungensozial benachteiligter Älterer 3. Pflege älterer Menschen in der Häuslichkeit und deren Angehörige
16:45 Uhr :: Ende der Veranstaltung
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