21.08.08 | Gesundheit für alle!

Die Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys, aber auch die niedersächsischen Schuleingangsuntersuchungen weisen darauf hin, dass Kinder mit Migrationshintergrund stärker als andere unter gesundheitlichen Einschränkungen leiden. Die Bereiche Zahngesundheit, Ernährung oder Sprachentwicklung sind Beispiele dafür. Begründet wird dies unter anderem mit sozialen und lebensweltlichen Einflussfaktoren, mit sprachlichen und kulturellen Barrieren oder mit Zugangsproblemen zu den Angeboten des Gesundheitssystems. In Teilbereichen, wie z.B. bei den Früherkennungsuntersuchungen zeigte sich in Niedersachsen jedoch, dass die Inanspruchnahme dieser Angebote durch passende Maßnahmen erhöht werden kann.

Ziel der Veranstaltung ist es, zu informieren und beispielgebendes Handeln vorzustellen. Mit der Tagung soll ein Beitrag zur Vernetzung wichtiger Akteure in diesem Handlungsfeld geleistet werden. Die Frage der Kooperation und gemeinsamen Verstärkung von Präventionsmaßnahmen für diese Altersgruppe sollen daher im Mittelpunkt der Diskussionen stehen.

Die halbtägige Veranstaltung richtet sich an Beschäftigte des Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesens, von Krankenkassen, an Vertreterinnen und Vertreter von Migrantenorganisationen und an Fachkräfte und Ehrenamtliche, die in ihrer Arbeit mit der Thematik in Kontakt stehen.

Tagungsflyer mit Anmeldeformular zum herunterladen und ausdrucken [361 KB] (PDF)

Programm:

13.00 Uhr :: Anmeldung und Stehkaffee

13.30 Uhr :: Begrüßung

Honey Deihimi, Integrationsbeauftragte des Landes Niedersachsen
Ulrich Markurth, Dezernent für Soziales, Jugend und Gesundheit, Stadt Braunschweig

13.40 Uhr :: Eröffnungsvortrag
Uwe Schünemann, niedersächsischer Minister für Inneres, Sport und Integration

14.00 Uhr :: Gesundheit von Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund - Aktuelle Ergebnisse des Kinder- und Jugend-gesundheitssurveys (KIGGS) [473 KB]
Dr. Liane Schenk, Charité-Universitätsmedizin Berlin

14.45 Uhr :: Pause

15.00 Uhr
:: Gesunde Zähne – healthy teeth - sağlıklı dişler - Здоровые зубы – denti sani - Zahngesundheit aller Kinder im Stadtteil fördern
Dr. Brigitte Brunner-Strepp, Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück [1.835 KB]
Florence Henny Sudradjat, Gesundheitsamt Stadt Braunschweig [845 KB]

15.30 Uhr :: Ergebnisse aus einer Oldenburger Klinik „Schwangerenversorgung im interkulturellen Kontext“ [196 KB]
Ulrike Binias, Oldenburg

16.00 Uhr :: Gesundheit für alle in Braunschweig [1.279 KB]
Rainer Schubert, Gesundheitsplanung Stadt Braunschweig
Doris Bonkowski, Integrationsbeauftragte Stadt Braunschweig, Sozialreferat, Büro für Migrationsfragen
Helga Rake, plankontor Stadt & Gesellschaft GmbH

16.45 Uhr :: Abschlussdiskussion

17.15 Uhr :: Tagungsende

Moderation:

Dr. Antje Richter, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.
Rainer Schubert, Gesundheitsplanung Stadt Braunschweig

Organisationshinweise:

Tagungsort:
Schloss Braunschweig, Roter Saal (linker Eingang),
Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Anreise:
Eine ausführliche Wegbeschreibung finden Sie im Internet: http://stadtplan.braunschweig.de/stadtplan/stadtplan?setmode=plan&setzoom=z1

Teilnahmebedingungen:
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Die Anmeldung nehmen wir nur schriftlich entgegen. Eine Anmeldebestätigung erfolgt nicht.

Veranstalter:
Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie
für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.
Regionaler Knoten Niedersachsen
Fenskeweg 2, 30165 Hannover
Tel.: 05 11 / 3 50 00 52
Fax: 05 11 / 3 50 55 95
E-Mail: info@gesundheit-nds.de

Integrationsbeauftragte des Landes Niedersachsen
E-Mail: integrationsbeauftragte@mi.niedersachsen.de

Stadt Braunschweig
Sozialreferat, Platz der Deutschen Einheit 1
38100 Braunschweig

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Der bundesweite Kooperationsverbund Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten wurde 2001 von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) initiiert und wird zurzeit getragen aus einer Zusammenarbeit zwischen BZgA, allen Landesvereinigungen für Gesundheit, der Bundesvereinigung für Prävention und Gesundheitsförderung, dem BKK-Bundesverband und den Ersatzkassen VdAK/AEV. Der Kooperation gehören alle Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen, weitere Krankenkassen, Bundesverbände der Ärzteschaft, fünf Wohlfahrtsverbände und drei Länderministerien an. Insgesamt sind 50 Partnerorganisationen im Kooperationsverbund vertreten. Die Arbeit des Kooperationsverbundes wird begleitet durch einen Arbeitskreis aus nationalen und internationalen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis sowie Akteurinnen und Akteuren aus dem Gesundheitsförderungs- und Wohlfahrtsbereich. Das zentrale Ziel ist die Stärkung und Verbreitung guter Praxis in Projekten und Maßnahmen der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten.