20.11.08 | Sind wir kultursensibel?

Interkulturelle Öffnung im Gesundheitssystem

Das komplexe Gesundheitssystem in Deutschland gewährt prinzipiell allen Bevölkerungsgruppen die gleichen Zugangsrechte. Bedingt durch sprachliche und kulturelle Barrieren können aber nicht alle Menschen mit Migrationshintergrund diese Angebote bedarfsgerecht nutzen.

Auf der Seite der Migrantinnen und Migranten ist das allgemeine Wissen über Gesundheit und Gesunderhaltung im spezifischen Kontext unserer Gesellschaft oft begrenzt. Vor allem ausreichende Informationen, die eine angemessene Nutzung der ambulanten und stationären Versorgung ermöglichen, sind rar. Infolgedessen erhalten Migrantinnen und Migranten nicht dieselbe Qualität bei Diagnosen, Behandlung und Präventivmaßnahmen wie die durchschnittliche Bevölkerung. Dieser Situation angemessen zu begegnen, stellt eine Herausforderung für die Gesundheitssysteme und ihre Einrichtungen dar.

Auf der Tagung werden Ansätze zur Integration von Migrantinnen und Migranten in das Gesundheitssystem präsentiert und diskutiert. In den Workshops am Nachmittag werden vor allem Beispiele aus den Bereichen Pflege und öffentlicher Gesundheitsdienst vorgestellt.

Die Veranstaltung richtet sich an Beschäftigte des Gesundheitswesens und an Vertreterinnen und Vertreter von Migrantenorganisationen sowie an Fachkräfte und Ehrenamtliche, die in ihrer Arbeit mit der Thematik in Kontakt stehen.

Tagungsflyer mit Anmeldeformular zum herunterladen und ausdrucken (PDF-Dokument) [574 KB]

TAGUNGSPROGRAMM:

 
10.00 Uhr :: Begrüßung
Honey Deihimi, Integrationsbeauftragte des Landes Niedersachsen
Dr. Gisbert Voigt, Ärztekammer Niedersachsen Hans-Hermann Runge, BKK Landesverband Niedersachsen-Bremen

10.15 Uhr :: Kultursensible Gesundheitsversorgung in Niedersachsen
Dr. Christine Hawighorst, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit

10.35 Uhr :: Lohnt sich die interkulturelle Öffnung in der Gesundheitsversorgung? [2.766 KB]
Prof. Dr. Theda Borde, Berlin

11.20 Uhr :: Pause

11.40 Uhr :: Dialog als Methode
Dr. Heike Weinbach, Berlin

12.30 Uhr :: Mittagspause

14.00 Uhr :: Workshops (WS) am Nachmittag

WS 1 Interkulturelle Öffnung der Gesundheitsämter
Johanna Körber, Regierungspräsidium Stuttgart, Landesgesundheitsamt [1.255 KB]
Gabriele Wessel-Neb, Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg und Christian Lorentz, Gesundheitsamt Hamburg-Eimsbüttel
Galina Osadtsaja, Landesgesundheitsamt Niedersachsen [1.594 KB]
Eckhard Lotze, Gesundheitsamt Bremen [445 KB]

WS 2 Interkulturelle Öffnung in der ambulanten Pflege
Verbesserung der häuslichen Pflege türkischer Migranten [119 KB] , Susanne Glodny, Universität Bielefeld
Aufbau von Niedrigschwelligen Betreuungsangeboten für Menschen mit Migrationshintergrund in der Region Hannover [32 KB] , Birgit Wolff, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. (LVG und AfS Nds. e.V.) und Ligita Didzgalvyte, Hannover

WS 3 Interkulturelle Öffnung in der stationären Pflege
Versorgung von Migrantinnen im Kreißsaal -Was wollen wir und was können wir heute leisten? Dr. Enno Heine, Evang. Krankenhaus Oldenburg
Schwangerenversorgung im interkulturellen Kontext -Welche (Diversity-) Faktoren sollen berücksichtigt werden? [309 KB] Ulrike Binias, Oldenburg
Interkulturelle Begegnungen im eigenen Arbeitsalltag, Dr. Margrit Kaufmann, Universität Bremen

16.45 Uhr :: Abschlussrunde

17.00 Uhr :: Ende der Veranstaltung

Moderation:
Thomas Altgeld und Dr. Antje Richter, LVG und AfS Nds. e.V.  
 

Organisationshinweise:

Tagungsort:
Akademie des Sports des LSB Niedersachsen e.V.
Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover

Anreise:
Eine ausführlicheWegbeschreibung finden Sie im
Internet unter: www.lsb-niedersachsen.de

Teilnahmebedingungen:
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Die Anmeldung nehmen wir nur schriftlich entgegen. Eine Anmeldebestätigung erfolgt nicht, kann aber gerne bei uns telefonisch nachgefragt werden.

Veranstalter:
Integrationsbeauftragte des Landes Niedersachsen
E-Mail: integrationsbeauftragte@mi.niedersachsen.de

Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie
für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.
(LVG und AfS Nds. e.V.)
Regionaler Knoten Niedersachsen
Fenskeweg 2, 30165 Hannover
Tel.: 05 11 / 3 50 00 52, Fax: 05 11 / 3 50 55 95
E-Mail: info@gesundheit-nds.de

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Der bundesweite Kooperationsverbund Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten wurde 2001 von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) initiiert und wird zurzeit getragen aus einer Zusammenarbeit zwischen BZgA, allen Landesvereinigungen für Gesundheit, der Bundesvereinigung für Prävention und Gesundheitsförderung, dem BKKBundesverband und den Ersatzkassen VdAK/AEV. Der Kooperation gehören alle Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen, weitere Krankenkassen, Bundesverbände der Ärzteschaft, fünf Wohlfahrtsverbände und drei Länderministerien an. Insgesamt sind 50 Partnerorganisationen im Kooperationsverbund vertreten. Die Arbeit des Kooperationsverbundes wird begleitet durch einen Arbeitskreis aus nationalen und internationalen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis sowie Akteurinnen und Akteuren aus dem Gesundheitsförderungs- und Wohlfahrtsbereich. Das zentrale Ziel ist die Stärkung und Verbreitung guter Praxis in Projekten und Maßnahmen der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten.