11.12.08 | Gesundheit im benachteiligten Stadtteil

Gesundheitschancen sind in den Kommunen sozial und räumlich ungleich verteilt. Verbunden mit Armut konzentrieren sich gesundheitliche Defizite insbesondere in benachteiligten Stadtteilen und treffen die dortigen Bewohnerinnen und Bewohner. Gesundheitsförderung hat daher in diesen Quartieren eine besonders hohe Bedeutung. Wer gesundheitliche Chancengleichheit fördern will, muss Bedingungen in der unmittelbaren Lebenswelt schaffen, durch die gesundheitliche Ressourcen und Potenziale der ansässigen Bevölkerung gestärkt werden.
In diesem Zusammenhang sind in den letzten Jahren viele Projekte guter Praxis entstanden, die Gesundheitsförderung auf unterschiedlichen Wegen umsetzen. Ein wesentlicher Faktor für den nachhaltigen Erfolg dieser Maßnahmen ist die Kooperation verschiedener Akteure und Institutionen im Stadtteil. Die Fachtagung thematisiert diese Aspekte und will die Diskussion und den Austausch über wesentliche Fragestellungen anregen:

· Wie lassen sich Sport-, Ernährungs- und andere Gesundheitsangebote in den Stadtteil bringen?
· Sind Sport- und Bewegungsangebote in sozial benachteiligten Stadtteilen ein Selbstläufer?
· Welche strukturellen Voraussetzungen sind notwendig?

Diese und ähnliche Fragen werden im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen stehen. Darüber hinaus wird im Rahmen des World-Cafés die Gelegenheit zum intensiven Austausch über Methoden, Strategien und gemeinsame Zielvorstellungen der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung in Stadtteilen geboten.

Als ein Instrument zur praktischen Umsetzung dieser Angebote wird außerdem eine Toolbox mit Handlungshilfen zur Gesundheitsförderung in benachteiligten Stadtteilen zur Verfügung gestellt. Die Veranstaltung richtet sich an Akteure der Gemeinwesenarbeit und des Gesundheits-, Sport-, Sozial und Bildungsbereichs in Niedersachsen und an Interessierte.

Dokumentation der Veranstaltung als PDF-Dokument [405 KB]