|
|
Wenn Mädchen und Jungen andere Kinder systematisch und über einen längeren Zeitraum schikanieren, bloßstellen, bedrohen und körperlich verletzen, spricht man von Mobbing oder Bullying. Ein völlig neues Phänomen ist damit nicht beschrieben: Gehänselt, gelästert oder geschlagen wurde in Schulen zu allen Zeiten, unterschiedliche Formen von Machtausübung und Ausgrenzung hat es unter Kindern und Jugendlichen immer schon gegeben.
Relativ neu ist aber die Erkenntnis, dass die Ausübung systematischer Schikane unter Jungen und Mädchen weit verbreitet ist. Experten vermuten, dass praktisch in jeder Klasse (und auch in außerschulischen Kontexten) Mobbing vorkommt – und dass diese Übergriffe keineswegs harmlos sind. Kinder können durch Mobbing kurz- und langfristig sehr belastet werden. Manche der Opfer leiden sogar unter massiven Beeinträchtigungen: Sie können sich nicht mehr konzentrieren, sie bekommen Ängste und Schlafstörungen, Schulangst oder andere Verhaltensauffälligkeiten.
Mädchen und Jungen, die „gemobbt“ werden, sind auf die Hilfe von Erwachsenen angewiesen, um ihre Situation zu ändern – pädagogische Fachkräfte brauchen ein entsprechendes Know-how, um diese Unterstützung leisten zu können. In den Vorträgen und Arbeitsgruppen der Tagung werden deshalb die Hintergründe und Folgen von Mobbing beleuchtet sowie unterschiedliche Ansatzpunkte für die Intervention und Prävention zur Diskussion gestellt. Eingeladen sind Fachkräfte aus Jugendhilfe, Schule und Gesundheitsförderung.
Andrea Buskotte Landesstelle Jugendschutz Nds. Irmtraut Windel Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Nds. e.V.
|
|
|
|
|
09.30 Uhr :: Anmeldung und Begrüßungskaffee
10.00 Uhr :: Grußwort Horst Roselieb, Nds. Kultusministerium
Einführung / Moderation Irmtraut Windel / Andrea Buskotte
10.15 Uhr :: Selbst schuld? Wie Kinder Opfer und Täter werden Dr. Eva Busch, Winnicott Institut Hannover
11.15 Uhr :: Pause
11.30 Uhr :: Mobbing unter Kindern – Ansätze für die Intervention [1.771 KB]
Dr. Nina Spröber, Universität Ulm
12.30 Uhr :: Mittagspause
13.30 Uhr :: Arbeitsgruppen AG 1: Mobbing-Interventions-Teams: Konzept – Implementierung - Rahmenbedingungen [138 KB]
Nicole Gerlach, Dipl. Päd, M.Sc. Supervision, Deeskalationstrainerin GAV, Mediatorin AG 2: Elternarbeit bei Mobbing: Konfrontieren – Begleiten – Ermutigen [1.399 KB]
Birgit Lohmann-Liebezeit, Projekt „Respekt üben“, Wildeshausen AG 3: no blame approach - Mobbing-Intervention ohne Schuldzuweisung und Bestrafung [270 KB]
Heike Blum, fairaend, Köln AG 4: Theaterpädagogik gegen Mobbing: Probehandeln als Methode zur Veränderung Andreas Raude, asb Münster AG 5 : Mobbing im Lehrerzimmer - Konsequenzen für die Intervention in der Klasse [84 KB]
Dr. Gerhard Porps, LSchB Hannover
15.15 Uhr :: Pause
15.30 Uhr :: Rahmenbedingungen für die Intervention [681 KB]
Barbara Kubesch, Nds. Kultusministerium
16.30 Uhr :: Ende der Veranstaltung
|
|
|
|