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Schwangerschaft und Geburt – Selbstbestimmung im Wandel Tagung des Netzwerkes Frauen / Mädchen und Gesundheit Niedersachsen in Kooperation mit dem Forschungsschwerpunkt Maternal Health der Uni Osnabrück
Das Verständnis von Geburtshilfe hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich gewandelt. Die Frauenbewegung der 70er Jahre hat die Selbstbestimmung über den eigenen Körper propagiert und Schwangerschaft und Geburt zwar als wichtige aber natürliche Phase des Lebens beschrieben. Demgegenüber ist die reproduktive Phase heute durch ein System der Medikalisierung und Technisierung gekennzeichnet.
Werdenden Müttern wird es heute nicht leicht gemacht, Schwangerschaft und Geburt als ein positives und die eigenen Ressourcen stärkendes Erlebnis zu definieren. Die institutionalisierte Vorsorge, Screeningverfahren und Pränataldiagnostik halten Angebote vor, die Frauen häufig aus Unsicherheit oder aufgrund fehlender Informationen scheinbar selbstbestimmt annehmen. Sie vertrauen sich der medizinisch-technischen Kontrolle an. Mit dem Ziel, Schwangerschaft und Geburt nicht als etwas Krankhaftes zu betrachten, wollen wir das medizinische Modell hinterfragen und diskutieren, wie die salutogenetische Perspektive gefördert und ein ressourcenorientierter Ansatz gestärkt werden kann.
Zielgruppen der Tagung sind Interessierte aus dem Gesundheits-, Sozial-, Bildungs-, Wissenschafts- und Politikbereich sowie Gleichstellungsbeauftragte.
Einen aktuellen Tagungsflyer mit Anmeldebogen können Sie hier herunterladen. [333 KB]
Zusammenfassung der verfügbaren Abstracts (Workshops). [66 KB]
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10.00 Uhr Begrüßung Prof. Dr. Beate Schücking, Vizepräsidentin der Universität Osnabrück Ulla Groskurt, Vorstand pro familia Landesverband Niedersachsen, MdL
10.15 Uhr Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett – aktuelle Diskussionen und neue Entwicklungen Prof. Dr. Beate Schücking
11.00 Uhr Der Traum vom gesunden Kind und die Rolle der Pränataldiagnostik [1.224 KB]
Dr. Frauke Gerhardt, Pränataldiagnostikerin/ Perinatologin, Wedemark
11.45 Uhr Mittagspause
12.45 Uhr Beziehung, Autonomie und Stimmigkeit – Anregungen für eine Neuorientierung in der Geburtshilfe [288 KB]
Dr. Brigitte Borrmann, Universität Osnabrück
13.30 Uhr Kaffeepause
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13.45 Uhr Workshops
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1. Salutogenese und Wohlbefinden: Unter welchen Bedingungen profitieren Frauen gesundheitlich von Schwangerschaften und Geburten? [75 KB]
Dr. Brigitte Borrmann, Silke Röhl, Universität Osnabrück
2. Kann es im Rahmen von Pränataldiagnostik Selbstbestimmung geben? Dr. Angelica Ensel, Medizinethnologin, Hebamme, Hamburg
3. Salutogenetische Orientierung durch interprofessionelle Vernetzung und Kooperation Dr. Martina Weiß, Beratungs- und Therapiezentrum Hannover
4. Frühgeburt als kritisches Lebensereignis: Welche Rolle spielt das Scham- und Schuldempfinden der Frauen? Stefanie Gebker, Universität Osnabrück
5. Ist die Wahl des Geburtsortes (Klinik, Geburtshaus, Hausgeburt) eine informierte Entscheidung? Dr. Christine Loytved, Universität Osnabrück
6. Der Kaiserschnitt als Flucht, Rettung oder Ressource? [99 KB]
Dr. Claudia Hellmers, Universität Osnabrück
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Politische Forderungen der Arbeitsgruppen werden in der anschließenden Diskussionsrunde aufgegriffen.
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15.00 Uhr Kaffeepause
15.15 Uhr Selbstbestimmung und Gesundheit rund um die Geburt Politische Diskussionsrunde mit Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein, Fachhochschule Osnabrück, Ulrike Hauffe, Landesfrauenbeauftragte Bremen Prof. Dr. Petra Kolip, Universität Bremen Prof. Dr. Beate Schücking, Universität Osnabrück
16.45 Uhr Ende der Veranstaltung
Moderation: Silke Röhl und Dr. Martina Weiß
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