08.12.09 | Nicht das Falsche fordern PDF Drucken E-Mail

Gesundheits- und Bildungschancen von Jungen fördern


Fast kann man den Eindruck gewinnen, dass Männlichkeit an sich ein Risiko für hohe Bildungsabschlüsse, Gewaltfreiheit und Gesundheit darstellt. In den Medien werden Jungen häufig als das problematischere, weil auffälligere Geschlecht charakterisiert. Sie versagen häufiger als gleichaltrige
Mädchen innerhalb des Bildungssystems und verhalten sich häufiger riskant, was bestimmte Gesundheitsrisiken betrifft.

 

Sie erhalten in jüngeren Jahren mehr Medikamente als Mädchen, was u.a. auch auf die Standardtherapien bei ADHS zurückzuführen ist, eine Krankheit, die vier mal häufiger
bei Jungen diagnostiziert wird als bei Mädchen. In der Selbsteinschätzung und öffentlichen Darstellung beispielsweise in der Schulklasse oder Peergroup stellen männliche Jugendliche dagegen ihre kompetenten und starken Seiten heraus. Geschlechtsspezifische Ansätze in der Gesundheitsförderungs- und Bildungsarbeit fokussieren bislang jedoch eher auf Mädchen und junge Frauen, wenn man von der Gewaltprävention einmal absieht. Im Rahmen der Fachtagung sollen die Gesundheits- und Bildungssituation von Jungen analysiert und geschlechtsspezifische Fördermöglichkeiten aufgezeigt werden. Jungenspezifische Gesundheitsförderung muß die Lebenslagen und Identitätsmerkmale von Jungen stärker einbeziehen und Zugänge neu entwickeln. Dies kann nur gelingen, wenn verschiedene Handlungsbereiche eng zusammen arbeiten und eine geschlechter-reflektierende Alltagspraxis entwickeln. Die Tagung richtet sich insbesondere an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Jugendhilfeeinrichtungen, Schulen, der medizinischen Versorgung, Gesundheitsämtern, Krankenkassen, der Jungenarbeit sowie der sozialen Arbeit.

 

Flyer zum Download als PDF

 

Programm

 

9.30 Uhr       Anmeldung


10.00 Uhr    Grußworte N .N. Niedersächsisches Kultusministerium


10.15 Uhr    Gesundheit von Jungen - Epidemiologische Daten zu Problemlagen und Ressourcen
                        Dr. Christine Hagen, Robert-Koch-Institut, Berlin Vortrag als PDF


10.45 Uhr    Kleine Jungs – große Not
                        Wolfgang Bergmann, Hannover 


12.00 Uhr    Pause


12.15 Uhr     ... und wo bleiben die Jungs? Ist die Bildungskrise eine Krise der Jungen?

                         Prof. Christin Garbe, Leuphana Universität Lüneburg Vortrag als PDF


13.00 Uhr     Mittagspause


14:00 Uhr     Geschlechtergerechtigkeit im Bildungssystem für alle!
                         Dr. Malwine Seemann, Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZFG
                         der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Vortrag als PDF


14.45 Uhr     Kaffeepause


15:00 Uhr     Gender als Qualitätskriterium in Gesundheitsförderung und Prävention
                         Prof. Petra Kolip, Universität Bielefeld Vortrag als PDF


15.30 Uhr     Einschulungsuntersuchungen geschlechtergerecht gestalten – ein Forderungskatalog
                         Rainer Schubert, Gesundheitsamt Braunschweig Vortrag als PDF


15.45 Uhr     Was zeigt die Praxis? Geschlechtsbewusste Jugendarbeit mit männlichen Migranten in Berlin
                         Hakan Aslan, DTK Wasserturm Berlin Vortrag als PDF


16. 30 Uhr    Abschluss


Moderation: Thomas Altgeld und Dr. Antje Richter, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.

 

Veranstaltungsort:
Akademie des Sports des LSB Niedersachsen e.V.
Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover


Anreise:
mit der Bahn: Vom Kröpcke oder Hauptbahnhof aus mit den UBahnlinien
3 und 7 Richtung Wettbergen bis Station: Stadionbrücke, ca. 4 Min. Fußweg in Richtung AWD Arena (Niedersachsenstadion) zum LandesSportBund.


mit dem PKW: Von allen BAB-Abfahrten Hannover in Richtung Stadtzentrum. In Zentrumsnähe bitte den weißen Hinweisschildern AWD Arena , Sporthalle/Sportpark folgen. Hinweis: Bei Großveranstaltungen steht ggf. nur wenig Parkraum zur Verfügung. Nutzen Sie dann bitte den Parkplatz Stadionbrücke und achten Sie auf besondere Beschilderungen.


Teilnahmebedingungen:

Die Teilnahmegebühr beträgt 40 €.
Anmeldungen nehmen wir nur schriftlich entgegen. Sie erfolgt unter Anerkennung der Teilnahmebedingungen und ist verbindlich.
Mit Anmeldung wird die Teilnahmegebühr fällig. Eine gesonderte Rechnungsstellung und Anmeldebestätigung erfolgt nicht. Eine kostenfreie Stornierung der Teilnahme ist bis zum 24. November 2009 möglich, danach wird ein Verwaltungsbetrag von 10,00 € fällig. Bei Nichterscheinen berechnen wir die volle Teilnahmegebühr.


Bankverbindung:
Bitte überweisen Sie den Teilnahmebeitrag unter Angabe Ihres Namens und des Stichwortes „08.12.2009“ auf das Konto der Landesvereinigung,
Bank für Sozialwirtschaft, Konto-Nr. 8 40 40 00, BLZ 251 205 10


Organisation:
Landesvereinigung für Gesundheit und
Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.
Jana Mirtschin
Tel.: 0511/ 3 88 11 89 - 27, Fax: 0511/ 3 50 55 95
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Internet: www.gesundheit-nds.de
In Kooperation mit dem Niedersächsischen Kultusministerium